27. Januar 2026 by
Die Europäische Union plant ab dem 1. Juli 2026 die Einführung neuer EU-Zölle, die die bisherigen Safeguard-Maßnahmen für Stahl- und Edelstahlimporte ersetzen sollen. Ziel dieser Neuregelung ist es, Importmengen stärker zu regulieren und europäische Stahlhersteller vor den Auswirkungen globaler Überkapazitäten und Preisdumping zu schützen.
Kern der geplanten Änderungen ist eine deutliche Reduzierung der Importquoten um rund 50 % für die meisten Edelstahl-Produktgruppen, darunter nahtlose und geschweißte Rohre, Bleche und Stabmaterial. Gleichzeitig sollen die Zusatzzölle bei Überschreitung der Quoten von bislang 25 % auf 50 % angehoben werden.
Diese Maßnahmen werden voraussichtlich zu geringeren Importvolumina, eingeschränkter Verfügbarkeit und steigenden Preisen im europäischen Edelstahlmarkt führen. Besonders betroffen sind Branchen wie der Anlagen- und Maschinenbau sowie die Pharma-, Biotech- und Halbleiterindustrie. Für viele Unternehmen steigen damit Projekt- und Beschaffungskosten, während zugleich die Planungssicherheit innerhalb der Lieferketten abnimmt.
Auch für NEUMO-Märkte und Kunden sind die Auswirkungen erheblich: Ein Großteil der im EU-Markt eingesetzten ASME-BPE-Rohre wird aus Asien und den USA importiert und unterliegt künftig sowohl den reduzierten Quoten als auch den erhöhten Zöllen. Zudem ist aufgrund steigender Blechpreise auch mit Kostensteigerungen bei europäischen Normprodukten wie DIN 11866 Rohren und DIN 11865 Fittings zu rechnen.
In unserem aktuellen Whitepaper analysieren wir die geplanten EU-Zölle im Detail und zeigen auf, wie sich Unternehmen frühzeitig auf die neuen Rahmenbedingungen vorbereiten können.
Jetzt Whitepaper lesen und rechtzeitig planen.
