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DIN11864

aseptische rohrverbindungen für höchste hygienestandards

Die Normreihe DIN 11864 definiert aseptische Rohrverbindungssysteme, die speziell für die strengen Hygieneanforderungen der Pharma-, Lebensmittel- und Biotechnologiebranche entwickelt wurden. Seit ihrer Einführung im Jahr 1998 stehen DIN 11864-Verbindungen für minimale Toträume und maximale Reinigbarkeit (CIP/SIP) – entscheidend für sterile und kontaminationsfreie Produktionsprozesse. Durch passgenaue Komponenten und hygienische Dichtungskonzepte sind sie die erste Wahl für anspruchsvolle Prozessanwendungen, bei denen Produktreinheit und Prozesssicherheit im Vordergrund stehen.

DIN 11864 Verbindungsarten – Hygienisch durchdachte Standards

Die DIN 11864-Normreihe umfasst drei standardisierte Verbindungsarten, die speziell für den Einsatz in sterilen Prozessumgebungen entwickelt wurden:

  • DIN 11864-1: Schraubverbindungen und Blindteile
  • DIN 11864-2: Flanschverbindungen und Blindflansche
  • DIN 11864-3: Clamp-Verbindungen und Blindstutzen

Alle Verbindungstypen sind mit verlängerten Schweißenden ausgestattet, die eine saubere orbital verschweißte Integration in Rohrleitungssysteme ermöglichen. Die Abdichtung erfolgt typischerweise über O-Ringe – für hygienische, sichere und leckagefreie Prozesse.

Die DIN 11864-Verbindungen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Prozesssicherheit und Reinigbarkeit in der Lebensmittel-, Biotechnologie- und Pharmaindustrie.

Aseptische Schraubverbindungen

DIN 11864-1 Form A

DIN 11864-1 Form A beschreibt hygienische Schraubverbindungen für sterile Prozesse in der Lebensmittel-, Pharma- und Biotechindustrie. Die Verbindung besteht aus einem Gewindestutzen (male part) und einem Linerteil (liner part), beide mit orbital schweißbaren Enden für eine nahtlose Integration in Edelstahl-Rohrleitungssysteme.

Dank spaltfreier Konstruktion bieten diese Verbindungen hervorragende Reinigbarkeit und hygienische Sicherheit. Die Abdichtung erfolgt in der Regel über elastomere Dichtungen wie EPDM, die FDA- und USP Class VI-zertifiziert sind. Gefertigt aus korrosionsbeständigem Edelstahl (1.4435 oder 1.4404) gewährleisten die Schraubverbindungen eine zuverlässige, langlebige und GMP-konforme Prozessanbindung.

Technische Merkmale & Blindteile

Blindteile nach DIN 11853-1 (male und liner parts) dienen der temporären Abdichtung von aseptischen Rohrleitungssystemen und ermöglichen dabei den Erhalt der Sterilität und Anlagenintegrität. Sie kommen typischerweise bei Wartungsarbeiten oder Änderungen in der Prozesslinie zum Einsatz. Die Dichtflächen sind präzisionsgedreht mit einer Oberflächenrauheit von Ra < 0,8 µm – für maximale Hygiene und Reinigbarkeit.

Die Blindteile sind mit unterschiedlichen Dichtwerkstoffen kompatibel und auf Wunsch auch in Sonderwerkstoffen wie Titan oder hochlegierten Edelstählen erhältlich. Für eine optimale Korrosionsbeständigkeit und Schweißbarkeit wird ein Deltaferritgehalt von unter 1 % sichergestellt – insbesondere in sensiblen Schweißzonen von großer Bedeutung.

Blinder männlicher Teil

Blindliner

Hygienische Flanschverbindungen

DIN 11864-2 Form A

DIN 11864-2 Form A beschreibt aseptische Flanschverbindungen, die speziell für sterile und hygienisch anspruchsvolle Prozessumgebungen entwickelt wurden. Die Verbindung besteht aus einer Male- und einer Female-Flanschhälfte, die mittels Schrauben zusammengezogen und durch einen O-Ring abgedichtet wird. Die totraumfreie Konstruktion reduziert das Risiko mikrobieller Verunreinigungen und sorgt für zuverlässige Prozesssicherheit.

Gefertigt aus korrosionsbeständigen Edelstahlqualitäten wie 1.4435 oder 1.4404 (316L), verfügen alle produktberührenden Flächen über eine präzisionsgedrehte Oberfläche mit einer Rauheit von Ra < 0,8 µm – und erfüllen damit höchste hygienische Anforderungen. Diese Flanschverbindungen sind ideal für den Einsatz in der Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie geeignet.

Blindflansche und Technische Eigenschaften

DIN 11853-2 definiert Blindflansche (Male und Female), die ungenutzte Prozessanschlüsse sicher verschließen und gleichzeitig aseptische Bedingungen aufrechterhalten. Sie eignen sich ideal für temporäre Stillstände oder geplante Systemerweiterungen. Die Abdichtung erfolgt mittels FDA- und USP Class VI-zugelassener Elastomere wie EPDM, was eine hygienisch sichere Abdichtung auch in regulierten Umgebungen garantiert.

Alle Blindflansche sind für Orbitalschweißverfahren geeignet und bieten hohe Material- und Dichtungsflexibilität – etwa durch Varianten aus Titan oder Hochleistungskunststoffen wie PTFE oder FEP. Der Deltaferritgehalt liegt bei unter 1 %, was eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit insbesondere in Schweißzonen sicherstellt.

Blindflansch männlicher Teil

Blindflansch weiblicher Teil

Hygienische Clamp-Verbindungen

DIN 11864-3 Form A

definiert Clamp-Ferrulen, die speziell für hygienische und aseptische Anwendungen konzipiert sind – insbesondere in der Lebensmittelproduktion, Pharmaindustrie und Biotechnologie. Durch das Clamp-System lassen sich die Verbindungen schnell montieren und demontieren, was sie ideal für Prozesse mit häufigen Reinigungszyklen oder Umbauten macht.

Gefertigt aus hochwertigem Edelstahl (1.4435 / 316L oder 1.4404 / 316L) bieten die Clamp-Ferrulen eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit und hohe mechanische Stabilität. Die präzise bearbeitete Innenfläche mit einer Oberflächenrauheit von Ra < 0,8 µm erfüllt höchste hygienische Anforderungen – für optimale Reinigbarkeit und Prozesssicherheit in sterilen Umgebungen.

Blindstutzen und Technische Eigenschaften

Blindstutzen gemäß DIN 11853-3 – bestehend aus männlichen und weiblichen Ferrulen – dienen zur temporären oder dauerhaften Abdichtung von Rohrenden in hygienischen und aseptischen Prozesssystemen. Sie ermöglichen den Erhalt steriler Bedingungen bei Umbauten, Erweiterungen oder Wartungsarbeiten.

Die Abdichtung erfolgt mit Elastomeren, die den Anforderungen der FDA und USP Class VI entsprechen, z. B. EPDM. Optional sind auch alternative Dichtwerkstoffe wie Viton oder FEP-ummantelte O-Ringe erhältlich – für maximale Flexibilität bei speziellen Prozesseinsätzen. Die Blindstutzen bestehen aus hochwertigem Edelstahl (1.4435 / 316L oder 1.4404) und besitzen eine präzise bearbeitete Oberfläche mit Ra < 0,8 µm – für hervorragende Reinigbarkeit und hygienische Sicherheit.

Orbitalschweißenden nach DIN 11866 (Linie A, B, C) sorgen für eine nahtlose Integration in bestehende Rohrleitungssysteme. Ein Deltaferritgehalt von < 1 % gewährleistet Korrosionsbeständigkeit und langanhaltende Materialintegrität.